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09/12/2016

Forscher entdecken drei nahe Planeten mit erdähnlichen Bedingungen

Innovation

Forscher entdecken drei nahe Planeten mit erdähnlichen Bedingungen

Künstlerische Darstellung des roten Zwergsterns TRAPPIST-1 hinter der Erde.

[European Southern Observatory/Flickr]

Gibt es außerirdisches Leben? Die Antwort auf diese Frage scheint seit wenigen Tagen zum Greifen nah, denn die Forscher der Europäischen Südsternwarte (ESO) haben eine unerwartete Entdeckung gemacht. EurActiv-Kooperationspartner EFE berichtet.

TRAPPIST-1 ist der Name eines sehr kühlen roten Zwergsterns im Sternbild Wassermann. Er liegt nur etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Astronomen der ESO-Sternwarte La Silla in Chile stellten fest, dass ihnen beim Blick durch ihr TRAPPIST-Teleskop in regelmäßigen Abständen die Sicht auf den Stern versperrt wurde. Daraus schlussfolgerten sie, dass wohl Objekte zwischen Erde und Stern vorbeiziehen müssen.

Zwergsterne dieser Art sind in unserer Milchstraße nicht selten, jedoch ist dies das erste Mal, dass einer von ihnen von Planeten umkreist wird.

In der La-Silla-Sternwarte machten sich also die Forscher mit Hilfe eines sogenannten HAWK-I-Gerätes daran, die Größe der drei Planeten, sowie die Länge ihrer jeweiligen Umlaufbahnen zu ermitteln. Dabei fanden sie heraus, dass sie 20- bis 100-mal näher an TRAPPIST-1 liegen, als die Erde an der Sonne. Die drei um TRAPPIST-1 rotierenden Planeten bieten erdähnliche Verhältnisse und verfügen somit über ideale Voraussetzungen für außerirdisches Leben.

Mithilfe von mehreren, derzeit noch im Bau befindlichen Teleskopen soll den Astronomen ermöglicht werden, die Planeten und ihre Atmosphäre genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei werden sie vor allem auf Anzeichen von Wasser und biologische Aktivitäten achten.