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26/09/2016

EU-Kommission kippt geplante 90-Tage-Grenze beim Roaming

Innovation

EU-Kommission kippt geplante 90-Tage-Grenze beim Roaming

EU-Kommission kippt geplante 90-Tage-Beschränkung beim Roaming. Foto: dpa

Nach heftiger Kritik von Verbraucherschützern kippt die EU-Kommission ihre Pläne, das Verbot von Roaming-Gebühren auf 90 Tage im Jahr zu beschränken.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ordnete eine Überarbeitung an, wie die Brüsseler Behörde am heutigen Freitag mitteilte.

EU-Kommission begrenzt Aus von Roaming-Gebühren

Die EU-Kommission rechtfertigt ihre umstrittenen Roaming-Pläne gegen heftige Kritik: Demnach sollen Gebühren nur an 90 Tagen im Jahr wegfallen.

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Eigentlich sollen Roaming-Gebühren in der EU ab Mitte 2017 ganz entfallen; die nun verworfenen Pläne der Kommission sahen aber doch eine zeitliche Einschränkung
vor.

Diese Pläne waren am Montag bekannt geworden. Die Kommission rechtfertigte sie vor allem damit, dass sie Missbrauch verhindern wolle. “Wenn jemand eine SIM-Karte in einem EU-Mitgliedsstaat kauft und damit die ganze Zeit in seinem Heimatland telefoniert,  dann ist das Missbrauch”, erläuterte eine Kommissionssprecherin damals. Zudem sei die Abschaffung der Roaming-Gebühren vor allem für Reisende gedacht, die überwiegend weniger als 90 Tage im Jahr in der EU unterwegs seien.

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, erklärte, die Entscheidung der Kommission sei auch auf den Druck der Abgeordneten zurückzuführen: „Der Druck aus der EVP-Fraktion trägt Früchte.“ Sie kämpfe für eine Lösung ohne „viele Hintertüren“.