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21/02/2017

Online-Werbung: EU will mehr Schutz der Verbraucher

Gesundheit und Verbraucherschutz

Online-Werbung: EU will mehr Schutz der Verbraucher

Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht eine ganze Reihe von Neuregelungen zum Schutz persönlicher Daten vor, auch bei der Nutzung neuerer Dienste wie etwa WhatsApp, Facebook oder Skype.

Foto: Photographee.eu / Shutterstock

Unerwünschte Anzeigen nur bei Einveständniserklärung, weniger Spam, weniger Werbeanrufe und Pop-ups: Die EU-Kommission will Verbraucher in der Welt des World Wide Web besser schützen.

Für das Surfen im Internet verspricht ein neuer Vorschlag der EU-Kommission, den die Behörde am Dienstag in Brüssel vorstellte, dem Verbraucher weniger aufdringliche und fatale Anzeigen und mehr Schutz. Das Paket sieht eine ganze Reihe von Neuregelungen zum Schutz persönlicher Daten vor, auch bei der Nutzung neuerer Dienste wie etwa WhatsApp, Facebook oder Skype. Die bisherigen EU-Gesetze, die sogenannte ePrivacy-Richtlinie, greifen nur bei traditionellen Telekommunikationsanbietern und darüber versendete elektronische Nachrichten.

Mit der Novelle wäre sämtliche digitale Kommunikation geschützt und müsste vertraulich behandelt werden. Spam – also unerwünschte Werbung – darf dann nicht mehr ohne das tatsächliche Einverständnis des Nutzers gesendet werden, egal ob per SMS, automatischen Anrufen oder E-Mail.

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Darüber hinaus sieht das Maßnahmenpaket vereinfachte Regelungen beim Surfen im Internet vor. Demnach müsste der Nutzer nur noch dann seine Zustimmung zu sogenannten Cookies erteilen, wenn diese persönliche Informationen speichern wollen – nicht aber, wenn es etwa um die Erfassung der Besucherzahl der Webseite  geht.

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Damit soll der Nutzer beim Surfer entlastet, gleichzeitig aber hoher Schutz garantiert werden. Vorgesehen ist, dass der Verbraucher in den Einstellungen seines Internetbrowsers selbst ein Schutzniveau auswählen kann.

Die EU hatte bereits im vergangenen Jahr die sogenannte Datenschutzgrundordnung verabschiedet, die im Mai 2018 in Kraft treten wird. Die nun vorgestellten Maßnahmen sollen diese Grundverordnung ergänzen. Die EU-Behörde braucht dafür aber noch die Zustimmung des Parlaments und der Mitgliedstaaten.

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