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27/09/2016

Zu dominante Marktmacht: EU eröffnet neues Verfahren gegen Google

Finanzen und Wirtschaft

Zu dominante Marktmacht: EU eröffnet neues Verfahren gegen Google

Gegen die Monopolstellung im Internet: Die EU-Kommission eröffnet ein neues Wettbewerbsverfahren gegen den US-Internetriesen Google. Foto: dpa

Die EU-Kommission hat ein neues Wettbewerbsverfahren gegen Google eröffnet. Der US-Internetriese schränke durch seine dominante Marktposition die Werbemöglichkeiten von Wettbewerbern ein.

Seit mehr als einem Jahr läuft bereits eine Klage der Kommission gegen Google wegen Missbrauchs seiner Vormachtstellung bei der Suche nach Verkaufsdienstleistungen. Nun zieht das Verfahren der EU-Wettbewerbshüter gegen Google weitere Kreise. 

Die Brüsseler Behörde warf dem Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen, indem Anbieter von Internetseiten keine Suchmaschinenwerbung von Google-Rivalen schalten dürften. „Dies schränkt die Auswahl für die Verbraucher ein und verhindert Innovation“, kritisierte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die EU-Kommission bekräftigte zudem ihre Ansicht, dass der US-Konzern eigene Angebote bei der Platzierung von Werbung in seiner Suchmaschine bevorzuge. Dieses Verfahren läuft bereits seit 2010. Im April war ein weiteres Verfahren wegen der Marktmacht des Betriebssystems Android für Smartphones und Tablets hinzugekommen. Nach EU-Recht kann die Brüsseler Behörde Strafen von bis zu zehn Prozent des gesamten Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vorigen Monat von Insidern erfahren, dass die EU-Behörde Google-Rivalen um mehr Informationen über die Verbindung von Suchanfragen mit Werbung gebeten hat. Ein solcher Schritt erfolgt gewöhnlich vor der Eröffnung eines Verfahrens.