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05/12/2016

Volkswagen sagt europäischen „Aktionsplan“ zu

Finanzen und Wirtschaft

Volkswagen sagt europäischen „Aktionsplan“ zu

Volkswagen hatte vor etwa einem Jahr auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken eine illegale Software eingebaut zu haben.

[Automobile Italia/Flickr]

Der Autobauer Volkswagen hat nach Angaben aus Brüssel einen EU-weiten „Aktionsplan“ zum Umgang mit dem Abgasskandal angekündigt.

Die für den Verbraucherschutz zuständige Justizkommissarin Vera Jourova sprach am Mittwoch nach einem Treffen mit VW-Vertreter Francisco Javier Garcia Sanz von einem „wichtigen Schritt“ hin zu einer „Gleichbehandlung der Kunden“. Demnach kamen beide Seiten überein, dass alle betroffenen Fahrzeuge in Einklang mit den Abgasbestimmungen gebracht werden.

Weitere Umweltstrafe gegen Volkswagen in den USA

Der US-Bundesstaat Washington hat im Dieselskandal gegen Volkswagen ein Bußgeld von 176 Millionen Dollar verhängt.

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Ein Sprecher der EU-Kommission präzisierte, dass VW sich dazu verpflichtet habe, „bis Ende 2016“ alle betroffenen Kunden zu informieren und „bis Herbst 2017 alle Autos zu reparieren“. Volkswagen hatte vor etwa einem Jahr auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm gibt bei standardisierten Tests einen niedrigeren Ausstoß von schädlichen Stickoxiden an.

Studie: Volkswagen bei Weitem nicht der größte Abgassünder

Vor einem Jahr machte Volkswagen im Rahmen der Dieselgate-Affäre die ersten Negativschlagzeilen. Jetzt zeigt eine Studie: Alle größeren Dieselmarken verkaufen Modelle mit horrenden Abgaswerten. EurActiv-Kooperationspartner The Guardian berichtet.

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Beim Landgericht Braunschweig sind mittlerweile 1400 Schadenersatzklagen von Anlegern in einem Umfang von 8,2 Milliarden Euro eingegangen. Sie sehen sich von Volkswagen getäuscht, weil der Konzern ihrer Meinung nach früher über die Manipulationen an Diesel-Motoren und die möglichen Konsequenzen hätte informieren müssen. Im Wertpapierhandelsgesetz ist vorgeschrieben, dass Aktiengesellschaften bestimmte relevante Informationen unverzüglich
veröffentlichen müssen.