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22/01/2017

Varoufakis wirft Gläubigern „Terrorismus“ vor

Finanzen und Wirtschaft

Varoufakis wirft Gläubigern „Terrorismus“ vor

Die Geldgeber Griechenlands wollen Angst schüren, meint Yanis Varoufakis.

Foto: dpa

Einen Tag vor dem Referendum in Griechenland über die Forderungen der internationalen Geldgeber hat der griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis den Gläubigern „Terrorismus“ vorgeworfen.

„Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen – Terrorismus“, sagte Varoufakis der spanischen Zeitung „El Mundo“ vom Samstag. „Was Brüssel und die Troika heute wollen, ist, dass das ‚Ja‘ gewinnt, damit sie die Griechen weiter erniedrigen können“, sagte er mit Blick auf die Volksabstimmung am Sonntag.

„Warum haben sie uns gezwungen, die Banken zu schließen? Um Angst unter den Leuten zu schüren“, sagte der Minister. „Und wenn es darum geht, Angst zu verbreiten, dann nennt man dieses Phänomen Terrorismus.“

Die Griechen sollen sich am Sonntag in einem Referendum dazu äußern, ob sie für weitere Finanzhilfen von Internationalem Währungsfonds, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank bereit sind, auf deren Spar- und Reformforderungen einzugehen.

Ministerpräsident Alexis Tsipras warb am Freitagabend erneut für ein „Nein“ zu den Forderungen der Gläubiger. In dem Land herrscht seit Tagen Ausnahmezustand: Banken und die Börse sind geschlossen, das gesamte System steht vor dem Zusammenbruch, sollte Griechenland die Rückzahlung seiner Schulden verweigern und die EZB die Banken für insolvent erklären.