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02/12/2016

Trotz sinkender Arbeitslosenquote: Jugendarbeitslosigkeit in EU alarmierend hoch

Finanzen und Wirtschaft

Trotz sinkender Arbeitslosenquote: Jugendarbeitslosigkeit in EU alarmierend hoch

Die Arbeitslosenquote in der EU ist so niedrig wie lange nicht.

[Dennis Skley/Flickr]

In der EU sind so viele Menschen in Lohn und Brot wie seit Jahren nicht – besonders gering ist die Arbeitslosenquote in Deutschland. Doch Entwarnung ist nicht angebracht: Allein in Spanien und Griechenland ist fast die Hälfte der Jugend ohne Job oder Ausbildungsplatz.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit bald vier Jahren gefallen. Die saisonbereinigte Quote in den 19 Ländern der Währungsunion betrug im vergangenen Monat 10,7 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Dies war der niedrigste Stand seit Januar 2012. Im Vormonat hatte die Quote bei 10,8 Prozent gelegen, im Oktober 2014 bei 11,5 Prozent.

Absolut gesehen waren damit im Oktober 17,24 Millionen Menschen im Euroraum arbeitslos, wie Eurostat meldete. Im September hatte die Zahl um 13.000 Menschen höher gelegen.

Auch in der gesamten Europäischen Union fiel im Oktober die Arbeitslosigkeit. Eurostat zufolge waren zuletzt noch rund 22,49 Millionen Menschen in den 28 Mitgliedstaaten ohne Job. Dies waren 36.000 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote blieb allerdings wegen der geringen Differenz wie im September bei 9,3 Prozent stehen.

Deutschland hatte im Oktober nach den Eurostat-Zahlen mit 4,5 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote in der gesamten EU und lag damit auch unter den USA, für die Europas Statistiker eine Quote von genau fünf Prozent angaben. Gut schnitt ferner Österreich mit 5,6 Prozent ab. Am schwierigsten war die Lage nach den letzten verfügbaren Zahlen weiterhin in Griechenland (24,6 Prozent im August) und Spanien (21,6 Prozent im Oktober).

Die Jugendarbeitslosigkeit lag den Angaben zufolge im Oktober in der Eurozone bei 22,3 Prozent und in der gesamten EU bei 20 Prozent. EU-weit hatten somit 4,53 Millionen junge Menschen keinen Job oder Ausbildungsplatz. Auch hierunter litt am stärksten Griechenland, wo fast die Hälfte der Erwerbsbevölkerung unter 25 Jahren nach den letzten verfügbaren Daten ohne Arbeitsstelle war (47,9 Prozent im August). Kaum besser war die Lage in Spanien (47,7 Prozent im Oktober).