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25/09/2016

Steuerbetrug: EU-Kommission fordert strikteres Vorgehen gegen Banken

Finanzen und Wirtschaft

Steuerbetrug: EU-Kommission fordert strikteres Vorgehen gegen Banken

Die Luxemburger Staatsanwaltschaft will nach dem Urteil gegen die LuxLeaks Informsnten in Berufung gehen.

Foto: Rene Ruprecht/dpa

Als Konsequenz aus den Enthüllungen der „Panama Papers“ drängt die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zu einem schärferen Vorgehen gegen Banken und Steuerberater.

Dies geht aus einem Papier der Kommission hervor, das bei einem für diesen Freitag und Samstag angesetzten Treffen der EU-Finanzminister diskutiert werden soll. „Die Panama Papers haben beleuchtet, wie bestimmte europäische Mittelsleute und andere Anbieter von Steuerratschlägen offenbar aktiv ihren Klienten dabei geholfen haben, offshore Geld zu verbergen“, heißt es in dem Schriftstück, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Daher sollten „effektivere Abschreckungsmaßnahmen“ ergriffen werden.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Gruppe der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) haben eine Verschärfung des Kampfes gegen Steuerbetrug, Geldwäsche und Steueroasen angekündigt.

Die Veröffentlichung Hunderttausender Dokumente aus einer panamaischen Anwaltskanzlei durch ein internationales Recherche-Netzwerk hat ein Schlaglicht auf Panamas Steuersystem geworfen. Weltweit hatten dort Politiker, Reiche und Prominente anonyme Briefkastenfirmen gegründet. Im Raum steht der Verdacht von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.