EurActiv.de

Das führende Medium zur Europapolitik

08/12/2016

Rubiks Zauberwürfel womöglich bald nicht mehr als Marke geschützt

Finanzen und Wirtschaft

Rubiks Zauberwürfel womöglich bald nicht mehr als Marke geschützt

Rubiks Zauberwürfel verliert womöglich seinen Markenschutz.

Foto: MaxGruber/Flickr

Eines der bekanntesten Geduldsspiele der Welt, Rubiks Zauberwürfel, verliert womöglich bald seinen Markenschutz – dafür plädiert zumindest ein EuGH-Generalanwalt.

Der von dem Ungarn Ernő Rubik vor mehreren Jahrzehnten erfundene Zauberwürfel verliert womöglich seinen Markenschutz. Dafür plädierte der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Maciej Szpunar, am heutigen Donnerstag in Luxemburg. Nach seiner Auffassung sind Würfelform und Gitterstruktur des dreidimensionalen Geduldspiels eine technische Funktion, die nicht per Marke geschützt werden kann. Ansonsten könnten Konkurrenzunternehmen ihren Waren keine gebrauchstaugliche Form geben. (Az. C-30/15 P)

Die Markenlöschung in dem seit zehn Jahren dauernden Streit hatte der deutsche Spielzeughersteller Simba Toys beantragt. Seiner Auffassung nach kann die Drehbarkeit des Würfels als technische Lösung nur durch ein Patent und nicht als Marke geschützt werden. Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Zumeist folgt der EuGH den Anträgen seiner Generalanwälte.

Erfunden hat den Würfel der ungarische Bauingenieur und Architekt Rubik, um seinen  Studenten durch ein dreidimensionales Geduldsspiel das Training ihres räumlichen Denkvermögens zu erleichtern. Rubik erhielt für den Würfel am 28. Oktober 1976 das ungarische Patent Nr. 170062, danach eroberte das Objekt rasch die Herzen der Spieler in zahlreichen Ländern der Welt. Besonders beliebt war das Spielzeug Anfang der 1980er Jahre.