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24/08/2016

Neue Wirtschaftsplattform: Deutschland und Russland wollen enger zusammenarbeiten

Finanzen und Wirtschaft

Neue Wirtschaftsplattform: Deutschland und Russland wollen enger zusammenarbeiten

Die Wirtschaft von Deutschland und Russland nähert sich trotz der Politik von Wladimir Putin wieder an.

[Olga (Dietrich) Kotova/Flickr]

Deutsche und russische Wirtschaftsverbände haben eine gemeinsame Unternehmerplattform gegründet, um enger zusammenzuarbeiten – trotz der EU-weit umstrittenen Politik von Russlands Präsident Putin.

Eine gemeinsamen Initiative von deutschen und russischen Unternehmen soll die wirtschaftliche Zusamenarbeit beider Länder fördern. Neben einem verstärkten Austausch beider Seiten über die Rahmenbedingungen für Investoren im jeweiligen Land soll “ein gemeinsamer Auftritt gegenüber der Politik zum Nutzen der Wirtschaft” sein, teilte die Deutsch-Russische Außenhandelskammer (AHK) in Moskau mit. Die Plattform solle ein Vorreiter bei der Verbesserung der bilateralen Beziehungen werden.

Die deutsch-russischen Beziehungen hatten sich wegen russische Annexion der zur Ukraine zählenden Krim und der Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin massiv verschlechtert, was den Handel zwischen beiden Ländern massiv hat einbrechen lassen.

Die Gründung der Unternehmerplattform ist nur eines der Foren, in denen versucht wird, die durch die Ukraine-Krise belasteten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern. In Potsdam wurde am Donnerstag nach einer längeren Pause der sogenannte Petersburger Dialog wiederaufgenommen.

Hauptthema des Forums aus Vertretern vieler gesellschaftlicher Gruppen ist die “Modernisierung als Chance für ein gemeinsames europäisches Haus”. “Wir wollen … in der schwierigsten Phase der deutsch-russischen Beziehungen seit 25 Jahren weiter miteinander reden”, gab der deutsche Co-Vorsitzende Ronald Pofalla im “Handelsblatt” als Zielsetzung der dreitägigen Veranstaltung aus.

An der in Moskau gegründeten Unternehmerplattform beteiligen sich der Verband der russischen Industriellen (RSPP), die Mittelstandsvereinigung Delowaja Rossija, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK).