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20/01/2017

Merkel: Zahlungsunfähigkeit Griechenlands muss verhindert werden

Finanzen und Wirtschaft

Merkel: Zahlungsunfähigkeit Griechenlands muss verhindert werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel pocht im Schuldenstreit mit Griechenland auf eine baldige Einigung mit Alexis Tsipras.

[Christliches Medienmagazin pro/Flickr]

Im Schuldenstreit mit Griechenland muss laut Bundeskanzlerin Angela Merkel alles getan werden, um eine Zahlungsunfähigkeit von Athen zu verhindern. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras zeigte sich optimistisch über eine Einigung mit den Gläubigern des Landes.

Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel muss alles getan werden, um eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands vor einer Einigung mit den internationalen Geldgebern zu verhindern.

Nach Abschluss des Sondergipfels zur Flüchtlingsfrage bezeichnete Merkel ein Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras am Donnerstagabend als „konstruktiv“. Man habe aber Vertraulichkeit über das Gespräch vereinbart.

Bisher hat die Regierung in Athen aber noch keine Reformvorschläge vorgelegt, mit denen EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds und Europäische Zentralbank zufrieden sind. Ohne Einigung auf Reformen im Gegenzug für weitere Hilfen droht die Pleite. Das Land muss im Juli Kredite von rund 4,2 Milliarden Euro und im August von fast 3,4 Milliarden Euro tilgen. Auf Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro kann das Land so lange nicht hoffen, bis die Reformauflagen nicht abgehakt sind.

Tsipras zuversichtlich über Einigung mit Gläubigern

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich optimistisch über eine Einigung im Schuldenstreit mit den Gläubigern seines Landes geäußert. Griechischen Regierungskreisen zufolge hatte Tsipras in dem Gespräch mit Merkel vorgeschlagen, schleunigst eine Vereinbarung zu treffen, damit Griechenland Zugang zu weiteren Finanzhilfen der internationalen Geldgeber hat.

Nach dem Gespräch sagte Tsipras am Donnerstagabend, beide Seiten stimmten darin überein, dass bei den jüngsten Gesprächen deutliche Fortschritte erzielt worden seien. „Wir haben einen großen Teil der Strecke zurückgelegt“, sagte Tsipras.

Ohne eine Einigung auf Reformen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen droht die Pleite. Das Land muss im Juli Kredite von rund 4,2 Milliarden Euro und im August von fast 3,4 Milliarden Euro tilgen. Auf Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro kann das Land so lange nicht hoffen, bis die Reformauflagen nicht abgehakt sind.