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09/12/2016

Klage gegen Deutsche Bank wegen Preismanipulationen

Finanzen und Wirtschaft

Klage gegen Deutsche Bank wegen Preismanipulationen

Deutsche Bank sign

[Spiegelneuronen/Flickr]

In den USA sehen sich die Deutsche Bank und vier weitere Geldhäuser mit einer Schadenersatzklage wegen angeblicher Preismanipulationen im Anleihenmarkt konfrontiert. Sie sollen dadurch Millionen Dollar an Gewinnen kassiert haben.

Ihnen sowie vier einzelnen Händlern werden laut der am Mittwoch bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klageschrift geheime Absprachen im neun Billionen Dollar schweren Markt für sogenannte SSA-Bonds vorgeworfen. Dabei handelt es sich um Anleihen, die von Regierungsorganisationen oder Behörden begeben werden. Kläger ist das Rentensystem der Stadt Boston. Zu den beschuldigten Banken gehören ferner Bank of America, Credit Agricole aus Frankreich, Credit Suisse sowie Nomura aus Japan.

Der Kläger Boston Retirement System wirft den Instituten vor, durch ihr Fehlverhalten Millionen Dollar an Gewinnen kassiert zu haben – auf Kosten anderer Beteiligter. Von Credit Agricole war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die anderen Geldhäuser wollten sich nicht äußern.

Bei dem Gericht in Manhattan sind bereits zahlreiche andere ähnliche Klagen eingegangen. Darin werden Banken verbotene Absprachen im Anleihen-, Rohstoff-, Devisen- und Derivatemarkt sowie Zinsmanipulationen vorgeworfen.