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03/12/2016

Griechenland: Geber verhandeln in Athen über drittes Hilfsprogramm

Finanzen und Wirtschaft

Griechenland: Geber verhandeln in Athen über drittes Hilfsprogramm

In Griechenland wird über das dritte Hilfspaket verhandelt.

[(Mick Baker)rooster/Flickr]

In Griechenland werden die Verhandlungen für das dritte Hilfsprogramm zwischen EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) aufgenommen. Unterdessen hieß es, die Börse in Athen werde in den kommenden Tagen wieder öffnen.

Erstmals seit Herbst vergangenen Jahres nehmen am heutigen Mittwoch die Chefunterhändler von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) wieder Gespräche in Athen auf. Mit von der Partie in den Verhandlungen für das dritte Hilfsprogramm ist zudem der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM).

EU, IWF und EZB waren bereits an den Hilfsprogrammen der Jahre 2010 und 2012 beteiligt. Die Missionschefs dieser drei Institutionen hielten sich seit September 2014 nicht mehr in Athen auf. Auf Expertenebene waren bereits am Dienstag Verhandlungen zwischen den Institutionen und der Regierung in Athen über ein drittes Kreditprogramm geführt worden. 

„Es gab keine organisatorischen Probleme, die Gespräche haben dort stattgefunden, wo sich die Vertreter der Institutionen aufhielten“, teilte das griechische Finanzministerium mit. „Mehrere Arbeitsgruppen“ hätten in „dichtem Rhythmus“ getagt. Nach Einschätzung der Gläubiger benötigt das hochverschuldete Griechenland in den kommenden drei Jahren zwischen 82 und 86 Milliarden Euro.

Nach einem Monat des Stillstands wegen der Finanzkrise bereitet sich die Börse in Athen auf ihre Wiedereröffnung vor. Wie am Dienstag aus Börsenkreisen verlautete, gab die Europäische Zentralbank (EZB) grünes Licht für den neuerlichen Start des Aktienmarkts, mit dem in den kommenden Tagen gerechnet wird. Es fehle nun nur noch eine „ministerielle Entscheidung, die die Bedingungen der Wiedereröffnung festlegt“, hieß es. Ein Sprecher des griechischen Finanzministeriums kündigte eine baldige Entscheidung an, äußerte sich aber weder zu den Konditionen noch zum möglichen Termin für den Börsenstart. Die Börse in Athen hatte am Freitag, den 26. Juni geschlossen – wenige Stunden später kündigte Regierungschef Alexis Tsipras das Referendum über die Gläubiger-Vorschläge im Gegenzug für Hilfskredite an. Am Montag, den 29. Juni führte die griechische Regierung Kapitalverkehrskontrollen ein. In deren Folge blieb auch die Börse weiter geschlossen und öffnete seitdem nicht wieder.

EU, IWF und EZB waren bereits an den Hilfsprogrammen der Jahre 2010 und 2012 beteiligt. Die Missionschef dieser drei Institutionen hielten sich seit September 2014 nicht mehr in Athen auf. Auf Expertenebene sollen die Verhandlungen zwischen den Institutionen und der griechischen Regierung bis Freitag abgeschlossen werden.

Börse in Athen dürrfte bald wieder öffnen

Nach einem Monat des Stillstands wegen der Finanzkrise bereitet sich die Börse in Athen auf ihre Wiedereröffnung vor. Wie am Dienstag aus Börsenkreisen verlautete, gab die Europäische Zentralbank (EZB) grünes Licht für den neuerlichen Start des Aktienmarkts, mit dem in den kommenden Tagen gerechnet wird. Es fehle nun nur noch eine „ministerielle Entscheidung, die die Bedingungen der Wiedereröffnung festlegt“, hieß es. Ein Sprecher des griechischen Finanzministeriums kündigte eine baldige Entscheidung an, äußerte sich aber weder zu den Konditionen noch zum möglichen Termin für den Börsenstart.

Die Börse in Athen hatte am Freitag, den 26. Juni geschlossen – wenige Stunden später kündigte Regierungschef Alexis Tsipras das Referendum über die Gläubiger-Vorschläge im Gegenzug für Hilfskredite an. Am Montag, den 29. Juni führte die griechische Regierung Kapitalverkehrskontrollen ein. In deren Folge blieb auch die Börse weiter geschlossen und öffnete seitdem nicht wieder.