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20/01/2017

Griechenland dementiert Bericht über geplante Zahlungsverweigerung

Finanzen und Wirtschaft

Griechenland dementiert Bericht über geplante Zahlungsverweigerung

Berichte über eine geplante Zahlungsverweigerung stimmen nicht, heißt es aus Athen.

[Konstantinos Dafalias/Flickr]

Die Regierung in Griechenland hat versichert, keinen Zahlungsausfall zu planen. Sie dementierte damit einen Medien-Bericht, laut dem Athen bei einem Scheitern der Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern angeblich milliardenschwere Rückzahlungen verweigern wolle.

Die griechische Regierung hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach Athen bei einem Scheitern der Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern angeblich milliardenschwere Rückzahlungen verweigern will.

„Griechenland bereitet keinen solchen Zahlungsausfall vor. Die Gespräche schreiten in Richtung einer positiven Lösung voran“, teilte das griechische Präsidialamt am Montagabend mit. Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, Athen wolle Zahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) im Mai und Juni von bis zu 2,5 Milliarden Euro zurückhalten, sollte bis Monatsende keine Einigung stehen. Griechenland befindet sich seit langem in Finanznöten. In Gesprächen mit seinen Geldgebern aus Europa und beim IWF versucht das Land gegenwärtig, die Bedingungen für die Auszahlung neuer Milliardenhilfen zu schaffen.

Die Finanzminister der Euro-Länder wollen am 24. April in Riga über Griechenland beraten und möglichst die Weichen für eine Lösung des Konflikts stellen. Erst wenn Einigkeit zwischen Griechenland und den Geldgebern über das Reformprogramm der Regierung erzielt wurde und diese Maßnahmen dann auch umgesetzt worden sind, kann das Land auf die Auszahlung von Hilfsgeldern aus verschiedenen Quellen von zusammen 7,2 Milliarden Euro hoffen. Griechenland wird seit 2010 mit insgesamt 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt.