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28/09/2016

EZB-Präsident Draghi bekräftigt „Bereitschaft, Willen und Fähigkeit“ der EZB

Finanzen und Wirtschaft

EZB-Präsident Draghi bekräftigt „Bereitschaft, Willen und Fähigkeit“ der EZB

EZB-Präsident Mario Draghi, will der Eurozone auf die Beine helfen

[ECB/Flickr]

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihres Präsidenten Mario Draghi alles tun, um der Wirtschaft der Eurozone auf die Beine zu helfen.

Draghi bekräftigte am Donnerstag in Frankfurt am Main, die EZB sei bereit, alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente zu diesem Zweck einzusetzen. „Ich möchte unsere Bereitschaft, den Willen und die Fähigkeit dazu unterstreichen“, sagte Draghi nach der Sitzung des EZB-Rates.

Zu den Folgen des Brexit-Votums der Briten sagte der EZB-Präsident, die Finanzmärkte hätten die daraus resultierende Unsicherheit und die Schwankungen mit „ermutigender Widerstandsfähigkeit“ überstanden. Die Briten hatten am 23. Juni überraschend für ein Ausscheiden ihres Landes aus der Europäischen Union gestimmt.

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ schreibt über die Europäische Zentralbank: „Schon jetzt schöpft die Notenbank der Eurozone alle Mittel aus. Sie hat den Leitzins auf ein historisches Tief von null Prozent gesenkt, sie kauft Staatsanleihen und finanziert direkt Firmen, indem sie auch deren Anleihen kauft. Ob das alles überhaupt noch in ihrem Mandat liegt, ist umstritten. Der Effekt des billigen Geldes ist praktisch gleich null. Die Konjunktur kommt in Europa nicht in Schwung. Es fehlt nicht an Geld, sondern an Reformen, die die Regierungen verschleppen. Nur dank der Geldschwemme der EZB sind die Eurokrisenstaaten in Südeuropa noch am Leben und noch nicht pleite.“

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