EU-Kommission macht Griechenland Hoffnung auf weitere Hilfen

Griechenland kann nach Einschätzung der EU-Kommission bald auf die Auszahlung weiterer Hilfsgelder hoffen. [Foto: dpa]

Griechenland kann laut EU-Kommission bald auf die Auszahlung weiterer Milliarden-Hilfen hoffen. EU-Währungskommissar Moscovici sieht alle nötigen Voraussetzungen erfüllt.

Alle von Athen dafür geforderten 15 Reformen seien nun abgeschlossen, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici vor dem Treffen der Eurogruppe in Luxemburg. Dies sollte demnach „normalerweise die Tür öffnen“ für die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro, die Griechenland zugesagt wurden.

Noch am Freitag hatten EU-Diplomaten gesagt, dass nur die Hälfte der 15 sogenannten Meilensteine umgesetzt waren. Demnach hatte die griechische Regierung insbesondere die Reformforderungen im Bereich von Privatisierungen und zum Energiemarkt nicht erfüllt.

Moscovici räumte ein, dass die Verhandlungen bis „zur letzten Minute“ andauerten. Nun seien die Fragen aber erledigt. Ein Vertreter der Eurozone sagte, geplant sei nun die Billigung der nächsten Tranche von 2,8 Milliarden Euro durch die Minister der Währungsunion. Allerdings werde die Auszahlung „verzögert“, um weitere Daten zu Griechenland abzuwarten.

Athen und die Euro-Länder hatten sich im Juli vergangenen Jahres auf ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro verständigt, um Griechenland erneut vor dem Staatsbankrott zu retten. Zuletzt wurde im Juni eine Hilfstranche von 7,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Die weiteren 2,8 Milliarden Euro sollten eigentlich schon im September folgen, verzögerte sich aber wegen der fehlenden Reformen.