EU-Fördertopf verhilft jedem Zweiten zu neuem Job

Der europäische Globalisierungsfonds verhalf fast jedem zweiten Arbeitslosen zu neuer Arbeit. [Claus Rebler/Flickr]

Der europäische Globalisierungsfonds weist nach Angaben der EU-Kommission eine positive Bilanz auf: Fast die Hälfte der vom Fördertopf unterstützten Arbeitslosen hat wieder Arbeit gefunden. 

Fast jeder zweite Arbeitslose, der in den vergangenen Jahren mit Mitteln aus dem Europäischen Globalisierungsfonds unterstützt und dessen Laufbahn weiter verfolgt wurde, hat nach Angaben der EU-Kommission eine neue Arbeit gefunden. 7.656 von 15.245 Menschen, die an von dem Fonds mitfinanzierten Maßnahmen teilnahmen, fanden eine neue Anstellung oder machten sich selbständig, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte.

Die Arbeitslosen wurden demnach zum Beispiel bei der beruflichen Weiterbildung, Umschulungen oder dem Sprung in die Selbständigkeit unterstützt. Es handelt sich um Fälle, für die in den vergangenen zwei Jahren fertige Berichte vorlagen, erläuterte ein Kommissionssprecher. Die Maßnahmen selbst fanden zum Teil aber auch schon früher statt, sagte er.

Der Globalisierungsfonds ist für Arbeitnehmer gedacht, die bei Massenentlassungen aufgrund der Globalisierung oder der Wirtschaftskrise ihre Stelle verloren haben. In den vergangenen zwei Jahren stellte die EU aus dem Fördertopf 114,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Großteil davon ging mit rund 35 Millionen Euro nach Frankreich. Dort wurden insbesondere knapp 4000 ehemalige Mitarbeiter der Fluggesellschaft Air France mit rund 26 Millionen Euro bei der Arbeitssuche bezuschusst.

Nach Deutschland gingen der Kommission zufolge 2,3 Millionen Euro, die sämtlich in Maßnahmen für ehemalige Beschäftigte des Solarunternehmens First Solar flossen. Für jeden der 875 betroffenen Mitarbeiter standen demnach 2635 Euro an europäischen Fördermittel zur Verfügung. Zusätzlich zum europäischen Krisenfonds habe Deutschland noch einmal dieselbe Summe beigesteuert.