Erste Runde der Nafta-Neuverhandlungen

Das Nafta-Abkommen war immer umstritten. Nun wird es neu verhandelt. [Shutterstock]

Die USA, Kanada und Mexiko haben die erste Runde der Neuverhandlungen des Nafta-Abkommen beendet. Alle drei Länder seien bemüht, den Verhandlungsprozess zu beschleunigen und das Abkommen zu verbessern, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung vom Sonntag. Ziel sei es, das Abkommen „Standards des 21. Jahrhunderts“ anzupassen, die dem Wohl der Bürger aller drei Länder dienten.

In der ersten Verhandlungsrunde wurden den Angaben zufolge mehr als zwei Dutzend Themen angesprochen. Alle Seiten hätten sich darauf verständigt, in den kommenden zwei Wochen nach Gesprächen mit Unternehmen in den jeweiligen Heimatländern weitere Vorschläge einzureichen.

Neuer Schwung für die EU-ASEAN Beziehungen

Die EU möchte als strategischer Partner in Südostasien anerkannt werden, ohne Nennenswertes beizusteuern. Dabei hat sie Einiges zu bieten.

Die Gespräche hatten am Mittwoch in Washington begonnen. Gleich zu Beginn waren die Differenzen zwischen den beteiligten Staaten offenbart worden: Während die USA für eine tiefgreifende Änderung der Regelungen plädierten, stellten Kanada und Mexiko klar, dass es ihnen vor allem darum geht, das Abkommen zu „verbessern“ und „weiterzuentwickeln“.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. bis 5. September in Mexiko geplant, Ende September soll in Kanada weiter verhandelt werden.

Das Nafta-Abkommen trat bereits 1994 inkraft. Es handelt sich um ein weitreichendes Freihandelsabkommen, durch das die Zölle zwischen den beteiligten Ländern weitgehend abgeschafft werden. Zudem wurden über das Abkommen Produktstandards harmonisiert und Marktöffnungen in verschiedenen Sektoren vereinbart. Auch Regeln zum Investitionsschutz und zum Schutz geistigen Eigentums sind enthalten.

US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen im Wahlkampf wiederholt als „Katastrophe“ bezeichnet. In den Neuerhandlungen will er einen „besseren Deal“ für die USA erreichen. Hintergrund ist, dass seit Nafta die Importe der USA aus Kanada und Mexiko stärker zugenommen haben als die Exporte in diese Länder. Trump sieht die USA daher benachteiligt. Seine Drohung aus Nafta auszusteigen nahm er aber mittlerweile zurück.