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04/12/2016

Deutsche Exporte schrumpfen unerwartet

Finanzen und Wirtschaft

Deutsche Exporte schrumpfen unerwartet

Im Mai kam es zu einem unerwarteten Einbruch der Exporte.

[Alexander Stielau/Flickr]

Die deutschen Exporte sind im Mai überraschend gefallen. Sie sanken um 1,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Das ist der kräftigste Rückgang seit August 2015. Damit endete eine Serie von drei Anstiegen in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Zuwachs von 0,25 vorhergesagt.

Besser fällt die Bilanz im Vergleich zum Vorjahresmonat aus: Die Unternehmen setzten Waren im Wert von 97,2 Milliarden Euro im Ausland ab, das waren 1,6 Prozent mehr als im Mai 2015. Die Exporte in die EU-Länder legten um 2,1 Prozent zu. Im Geschäft mit den nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Staaten – wie etwa Polen und Großbritannien – gab es dabei ein Wachstum von 3,1 Prozent. Die Nachfrage aus der Währungsunion zog um 1,5 Prozent an. Die Ausfuhren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union – wie etwa die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China – nahm um 0,9 Prozent zu.

Die Importe wuchsen um 0,1 Prozent zum Vormonat. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg von 0,4 Prozent erwartet. Die Exporte übertrafen die Importe kalender- und saisonbereinigt um 22,2 Milliarden Euro.