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07/12/2016

Bundesjustizminister Heiko Maas: „Die Heimlichtuerei muss ein Ende haben.“

Finanzen und Wirtschaft

Bundesjustizminister Heiko Maas: „Die Heimlichtuerei muss ein Ende haben.“

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will eine Verschärfung des Geldewäschegesezes.

Foto: dpa

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) plant ein „Transparenzregister“, in dem Briefkastenfirmen ihre wahren Eigentümer offenlegen müssen, sagte er dem Rechercheverbund von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR.

Mehr Transparenz sei ein „wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Terrorismusfinanzierung“. Briefkastenfirmen, „bei denen die wirtschaftlich Berechtigten anonym bleiben“, dürfe es nicht länger geben. Zu diesem Zweck soll nun das deutsche Geldwäschegesetz entsprechend ergänzt werden.

Mit einem nationalen Transparenzregister ist Briefkastenfirmen in der Karibik oder Panama zwar nicht beizukommen. Die Gesetzesnovelle soll nach Angaben aus Regierungskreisen aber ein Signal an die EU und andere internationale Organisationen sein.

Ein anonymer Informant hatte der „Süddeutschen Zeitung“ 11,5 Millionen Dokumente der Finanzkanzlei in Panama zugespielt. Die monatelangen Recherchen hunderter Journalisten legten die Verwicklung von 140 Politikern, Geschäftsleuten, Sportlern und anderen Prominenten offen.

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