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05/12/2016

Brexit könnte Großbritannien 100 Milliarden Pfund kosten

Finanzen und Wirtschaft

Brexit könnte Großbritannien 100 Milliarden Pfund kosten

Am 23. Juni stimmt das Vereinigte Königreich über seinen Verbleib in der Europäischen Union ab.

Foto: EU Exposed/Flickr

Bei einem Austritt aus der EU drohen Großbritanniens Wirtschaft einer Studie zufolge massive finanzielle Schäden und Arbeitsplatzverluste.

Bis zum Jahr 2020 könnten sich die Kosten auf 100 Milliarden Pfund (128 Milliarden Euro) summieren und 950.000 Jobs verloren gehen, ergab eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag des britischen Industrieverbandes CBI (Corporation of British Industry). Die Einsparungen durch einen sogenannten Brexit würden von den negativen Folgen für Handel und Investitionen bei weitem zunichtegemacht, erklärte CBI-Geschäftsführerin Carolyn Fairbairn heute. Dies lasse sich nicht vermeiden, selbst wenn Großbritannien neue Handelsabkommen mit den früheren EU-Partnern aushandelt. „Selbst im besten Falle käme es zu einem gravierenden Schock für die britische Wirtschaft“, resümiert Fairbairn.

Die Briten stimmen am 23. Juni über ihren Verbleib in der Europäischen Union ab. Umfragen zufolge sind die Ansichten gespalten. Vor knapp zwei Wochen haben mehr als 150 führende Wissenschaftler um Astrophysiker Stephen Hawking für den Verbleib Großbritanniens in der EU geworben. Der Anteil der EU-Befürworter liegt wie der der Gegner bei etwa 40 Prozent, der Rest ist unentschlossen.

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