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28/08/2016

Arbeitsmarkt in Deutschland: Zuwanderung sorgt für Beschäftigungsrekord

Finanzen und Wirtschaft

Arbeitsmarkt in Deutschland: Zuwanderung sorgt für Beschäftigungsrekord

Der Arbeitsmarkt in Deutschland verzeichnet ein Rekordhoch.

[PROCarsten aus Bonn/Flickr]

Der deutsche Jobmarkt ist auf einem Rekordhoch: Dank der guten Konjunktur und der Zuwanderung steigt die Zahl der Erwerbstätigen – darunter sind immer mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Die gute Konjunktur und die Zuwanderung sorgen erneut für eine Rekordbeschäftigung in Deutschland.

2015 waren durchschnittlich 43,0 Millionen Frauen und Männer mit Wohnort in der Bundesrepublik erwerbstätig. Das sind 324.000 oder 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, erklärte das Statistische Bundesamt. “Damit setzte sich der seit über zehn Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort”, erklärte es. “Insgesamt wird für die Zahl der Erwerbstätigen nunmehr der höchste Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.” Allerdings fiel der Zuwachs etwas geringer aus als 2014 mit 0,9 Prozent.

Grund für den Rekord ist zum einen die gute Konjunktur, durch die insbesondere mehr einheimische Arbeitnehmer in Lohn und Brot kamen. Zum anderen trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte dazu bei.

Die nach international einheitlichen Standards berechnete Erwerbslosigkeit sank um 140.000 Personen oder 6,7 Prozent und lag erstmals seit der Wiedervereinigung unter der Marke von zwei Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote nahm auf 4,3 von 4,7 Prozent ab. “Damit liegt sie in Deutschland bei knapp der Hälfte des EU-Durchschnittswertes”, betonten die Statistiker. “Deutschland war damit nach wie vor weniger von Erwerbslosigkeit betroffen als alle anderen EU-Mitgliedstaaten.”

Zugleich zeigte sich: Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, schrumpfte der Anteil der geringfügig entlohnten, kurzfristig Beschäftigten oder Personen mit sogenannten 1-Euro-Jobs weiter. Die Entwicklung der vergangenen Jahre setzt sich somit fort.