Aldi will in Großbritannien 4.000 neue Jobs schaffen

Schon in Großbritannien aktiv und bald noch mit mehr Filialen vertreten: der deutsche Discounter Aldi. [Foto: Sven Hoppe/dpa]

Der deutsche Discounter Aldi ist auf Expansionskurs und will in Großbritannien 4.000 neue Mitarbeiter einstellen.

Bis 2022 sollen 1.000 neue Geschäfte eröffnet werden, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Bislang sind es 700. Aldi und sein ebenfalls in Großbritannien boomender deutscher Konkurrent Lidl setzen die dortigen Rivalen Tesco, Sainsbury’s, Asda und Morrisons unter Druck. Der Aktienkurs von Marks & Spencer brach am Dienstag um mehr als vier Prozent ein, weil der Umsatz im Lebensmittelgeschäft im abgelaufenen Quartal überraschend schrumpfte.

Branchenangaben zufolge ist Aldi zum fünftgrößten Supermarkt-Anbieter in Großbritannien aufgestiegen und kommt auf einen Marktanteil von 6,2 Prozent. Im vergangenen Quartal habe das Unternehmen 826.000 Kunden hinzugewonnen und den Umsatz um mehr als zwölf Prozent gesteigert. „Die Verbraucher stimmen mit ihren Füßen ab“, sagte der Aldi-Chef für das Vereinigte Königreich und Irland, Matthew Barnes.

Auch wegen der steigenden Inflation – die an der Kaufkraft nagt – gehen Verbraucher häufiger zum Discounter. Die Teuerungsrate erreichte zuletzt mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit vier Jahren, da das schwächelnde Pfund Importe verteuert. Es hat seit dem Brexit-Votum vor einem Jahr etwa ein Fünftel an Wert zum Dollar verloren.