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25/08/2016

Umfrage zur Europawahl: Schulz klar vor Juncker

Europawahlen 2014

Umfrage zur Europawahl: Schulz klar vor Juncker

Noch zehn Tage bis zur Europawahl. Foto: EP

Einer aktuellen Umfrage zufolge würden deutlich mehr Bundesbürger Martin Schulz als EU-Kommissionspräsidenten sehen wollen als Jean-Claude Juncker. Die AfD erreicht einen neuen Höchstwert: 7 Prozent der Deutschen würden die eurokritische Partei wählen.

Der sozialdemokratische Spitzenkandidat zur Europawahl, Martin Schulz, liegt dem ARD-Deutschlandtrend zufolge deutlich vor seinem konservativen Konkurrenten Jean-Claude Juncker.

So würden 39 Prozent der befragten Bundesbürger Schulz als Präsident der EU-Kommission bevorzugen. Im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Wochen konnte Schulz damit um 6 Prozentpunkte zulegen. Juncker kommt nur auf 22 Prozent. Genau zehn Tage vor der Wahl am 25. Mai ist jedoch jedem fünften Deutschen mindestens einer der beiden Spitzenkandidaten unbekannt.

Die Union bleibt mit 37 Prozent stärkste Kraft. Allerdings verliert sie im Vergleich zur letzten Erhebung 2 Punkte. Die SPD kommt weiterhin auf 27 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei 9 Prozent, ebenso wie die Linke. Die FDP verliert einen Punkt und kommt auf 3 Prozent. Die AfD legt einen Punkt zu und erreicht mit 7 Prozent ihren bisherigen Höchstwert im ARD-Deutschlandtrend.

Das Interesse an der Europawahl in der Bevölkerung ist im Vergleich zur letzten Befragung vor zwei Wochen gestiegen. So gaben 41 Prozent der Bundesbürger an, starkes beziehungsweise sehr starkes Interesse an der Europawahl zu haben. Das sind 6 Prozent mehr als vor zwei Wochen. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) sagen jedoch, dass sie sich wenig oder gar nicht für die bevorstehende Europawahl interessieren.

Für die Sonntagsfrage zur Europawahl hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit befragt.