Serbien bietet „Kleinem Picasso“ aus Afghanistan Staatsbürgerschaft an

Der serbische Premierminister Vučić will den kleinen Picasso in Serbien halten. [Franz Johann Morgenbesser CC BY-SA 2.0/Flickr]

Serbien hat einem als „Kleiner Picasso“ bekannt gewordenem Flüchtlingskind aus Afghanistan und dessen Familie die serbische Staatsbürgerschaft angeboten.

Präsident Aleksandar Vucic empfing den zehnjährigen Farhad Nuri und seine Familie am Mittwoch und stellte dem Vater des Jungen dabei zudem eine Arbeit in Aussicht. „Es wäre uns eine Ehre, wenn Sie das Angebot annehmen“, sagte Vucic der Familie.

Serbien wird erstmals von einer Frau regiert

Erstmals bekommt Serbien eine Frau als Regierungschefin – die sich zudem offen zu ihrer Homosexualität bekennt. Staatschef Vucic schlug dem Parlament Ana Brnabic für den Posten vor.

Der Zehnjährige lebt mit seinen Eltern und seinen beiden jüngeren Brüdern seit acht Monaten in einem Flüchtlingslager in Belgrad. Wegen seines künstlerischen Talents und seinen Bildern berühmter Menschen wurde der Junge zu einem Star in den örtlichen Medien. In der vergangenen Woche veranstaltete Nuri seine erste Ausstellung in Belgrad, bei der er Geld für einen wohltätigen Zweck sammelte.

Bei der Ausstellung erklärte der Zehnjährige, er wolle in der Schweiz Kunst und Sprachen studieren. Vucic erklärte, er werde „darum kämpfen“, den Jungen zum Verblieb in Serbien zu bewegen.