Rumänien und Kroatien: Geeint für EU-Erweiterung

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Koatiens Außenminister Davor Ivo Stier (links) und sein rumänischer Amtskollege Teodor Meleșcanu (rechts) bei ihrem Treffem am 14. März. [Romanian Foreign Ministry]

Kroatien und Rumänien haben ähnliche europapolitische Ansichten, insbesondere zu Erweiterung und Ostpartnerschaft. Dies verdeutlichten die Außenminister beider Länder bei ihrem gestrigen Treffen in Bukarest. EURACTIV Rumänien berichtet.

Am gestrigen Dienstag besuchte der kroatische Außenminister Davor Ivo Stier seinen rumänischen Amtskollegen Teodor Meleșcanu, um mit ihm über die EU-Erweiterung, die Zukunft des Blocks und die Situation in der Ukraine zu sprechen. Thema war darüber hinaus auch die bilaterale Zusammenarbeit im Rahmen der EU und NATO sowie die jeweils anstehende EU-Ratspräsidentschaft. Zum ersten Mal werden Rumänien und Kroatien 2019 und 2020 die Leitung der Institution übernehmen. Zwischen ihnen liegt die Ratspräsidentschaft der Finnen, die zuletzt 2006 an der Reihe waren.

Es bestehe ein gemeinsames Interesse daran, „die Region unwiderruflich und unumkehrbar im europäischen Weg zu verankern“, so Meleșcanu. „Das Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit ist riesig. Rumänien und Kroatien sind sich in fast allen europäischen Angelegenheiten einig, vor allem unter den derzeitigen Bedingungen und auch was die Zukunft des europäischen Projektes selbst anbelangt.“ Zudem vertrete man ähnliche Ansichten zur Ostpartnerschaft und der Frage, wie man diese Länder näher an Europa heranbringen könne.

Stier bekräftige, sein Besuch sei der erste in einer Reihe von Treffen, bei denen er die bilateralen Beziehungen seines Landes zu stärken versuche. Ihm zufolge wird auch die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović Rumänien einen Besuch abstatten.

Die Zeit, in der beide Länder die Ratspräsidentschaft übernehmen, werde viele Herausforderungen bereithalten, unterstrich der Kroate. Dann müsse man sich gemeinsam für die Erweiterungspolitik der EU stark machen.

Während der Gespräche kam Stier auf mehrere bilaterale Abkommen zu sprechen, darunter ein Kooperationsabkommen und eine Vereinbarung zur NATO-Verteidigung. Darüber hinaus gebe es Pläne, auch am Rheinhafen von Konstanza zusammenzuarbeiten.

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