Royaler Besuch bei Hollande – Freundschaft trotz Brexit

Prince William und seine Frau Kate beschwören bei einem treffen mit dem französischen Präsident Hollande die Freundschaft zwischen UK und Frankreich – trotz Brexit. [Foto: tsaiproject/wikicommons]

Erstmals seit dem Unfalltod seiner Mutter Diana in Paris vor knapp 20 Jahren hat der britische Prinz William die französische Hauptstadt offiziell besucht.

Bei der zweitägigen Visite mit seiner Frau Kate beschwor William angesichts des bevorstehenden Brexit die britisch-französische Freundschaft. Außer Präsident François Hollande traf das Paar am Samstag auch Unternehmer, Schüler sowie Opfer der Pariser Anschläge im November 2015.

Zum Auftakt ihres Besuchs wurden William und Kate am Freitag von Staatschef Hollande empfangen. Bei einem Empfang hob der Prinz später hervor, die Freundschaft beider Länder werde unter dem Brexit nicht leiden. „Die Partnerschaft wird trotz der Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, Bestand haben“, sagte er.

Bei einem Gala-Dinner in der Residenz des britischen Botschafters verlas William verlas eine Botschaft von Königin Elizabeth II., in der sie die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern beschwor. Die Queen hatte am Donnerstag das Brexit-Gesetz unterzeichnet, mit dem die Regierung in London den Austritt aus der Europäischen Union beantragen kann.

Die britische Solidarität mit Frankreich bewiesen William und Kate auch bei einem Treffen mit Überlebenden der Pariser Anschläge vom 13. November 2015. Damals starben 130 Menschen, als islamistische Attentäter das Fußballstadion Stade de France, Restaurants und die Konzerthalle Bataclan angriffen.