Labour – mit Massenprotesten zu Neuwahlen?

Jeremy Corbyn und seine Labour-Partei wollen Neuwahlen in Großbritannien erzwingen. [Foto: EPA/PETER POWELL]

Der Labour-Abgeordnete John McDonnell ruft in Großbritannien zu Massenprotesten auf, um baldige Neuwahlen zu erzwingen.

„Wir brauchen Menschen, die alles tun, um sicherzustellen, dass eine Wahl so früh wie möglich kommt“, zitierte die Zeitung „Daily Mirror“ den Oppositionsabgeordneten. Premierministerin Theresa May würde dann abgewählt, zeigte er sich überzeugt.

McDonnell, der im Falle eines Siegs der Labour-Partei als Finanzminister im Gespräch ist, rief unzufriedene Bürger auf, „auf die Straße zu gehen“, um die Opposition zu unterstützen und Druck für Neuwahlen aufzubauen. Die Zeitung berichtete, einige linke Gruppierungen planten Proteste am 1. Juli.

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Dem Bericht zufolge hat McDonnell vor Gewerkschaftsvertretern den Dachverband TUC aufgerufen, innerhalb von zwei Wochen eine Million Menschen auf die Straßen Londons zu bringen. Labour-Chef Jeremy Corbyn hat erklärt, May stürzen zu wollen.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl vor einer Woche hatte May mit ihrer konservativen Partei die absolute Mehrheit verloren, während Labour zahlreiche Sitze hinzugewinnen konnte. Die Konservativen verhandeln nun mit der nordirischen Unionistenpartei DUP darüber, ob deren zehn Abgeordnete eine Minderheitsregierung unterstützen. Wie ein DUP-Sprecher sagte, sollten die Gespräche am Donnerstagnachmittag in London fortgesetzt werden. Der stellvertretende Parteichef Nigel Dodds werde mit May an ihrem Amtssitz zusammentreffen.

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Der „weiche“ Brexit könnt laut einem Bericht doch eine Option für Großbritannien sein. Entsprechende Gespräche sollen laufen – angeblich mit Wissen von Theresa May.

Einem Medienbericht zufolge wurde die formelle erste Zusammenkunft des neuen Parlaments für den 21. Juni angesetzt. Dies deutet daraufhin, dass die Konservativen zuversichtlich sind, bald zu einem Abschluss der Regierungsgespräche mit der DUP zu kommen.