Flüchtlingskoordinator wird Merkels neuer Berater für Außenpolitik

Der Jurist Jan Hecker zieht als neuer außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Kanzleramt ein. [photocosmos1/shutterstock]

Der Jurist Jan Hecker wird neuer außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Hecker hatte in den vergangenen zwei Jahren die Rolle des Flüchtlingskoordinators im Kanzleramt übernommen und dabei maßgeblich die Migrationsabkommen mit afrikanischen Staaten vorangetrieben. Er war von 2011 bis 2015 Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, bevor er ins Kanzleramt geholt wurde, um die Abstimmung der Ressorts in der Flüchtlingskrise besser zu koordinieren. Hecker begleitete Merkel danach auf mehreren Auslandsreisen, bei denen Migrationsthemen im Vordergrund standen.

Vor allem Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) kennt den frankophilen Juristen aus seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Der dreifache Familienvater hat über französische Europapolitik promoviert und war 1999 ins Innenministerium gekommen.

Hecker ersetzt Christoph Heusgen, der als deutscher UN-Botschafter nach New York gegangen ist. Heusgen hatte Merkel in den ersten zwölf Jahren ihrer Kanzlerschaft beraten. Mit dem Juristen bricht Merkel nun ein zweites Mal mit der Tradition, die außen- und europapolitischen Positionen im Kanzleramt mit einem Diplomaten zu besetzen. Ihr europapolitischer Berater Uwe Corsepius ist Ökonom.