Brexit-Verhandlungen gehen in Runde 4

Der britische Brexit-Verhandlungsführer Davis wird heute in Brüssel erwartet. [EPA/ANDY RAIN]

Die EU und Großbritannien starten am heutigen Montag die vierte Verhandlungsrunde über den Brexit. In Brüssel kommen dazu der EU-Chefunterhändler Michel Barnier und der britische Brexit-Minister David Davis zusammen.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte am Freitag eine zweijährige Übergangsphase nach dem EU-Austritt ihres Landes im März 2019 vorgeschlagen. Darüber hinaus hatte sie angekündigt, britische Gerichte könnten bei Streitigkeiten über Rechte der EU-Bürger Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs „berücksichtigen“. Barnier hatte daraufhin Mays „Willen voranzukommen“ begrüßt.

Auf weniger Gegenliebe in Brüssel stieß der Vorschlag, im Rahmen des Austritts an die EU 20 Milliarden Euro zu zahlen. Die exit bill beläuft sich nach EU-Berechnungen eher auf 60 bis 100 Milliarden.

Im Vorfeld der vierten Runde scheinen in den zentralen Bereichen Annäherungen möglich. Gerade für die britische Seite wäre das wichtig. Großbritannien will möglichst bald mit den Gesprächen über die zukünftigen Beziehungen beginnen. Die EU hingegen will zunächst substanzielle Fortschritte in Sachen Austrittsregelungen sehen.