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01/10/2016

Xydakis: Athen hat keine Angst vor einem Brexit

EU-Innenpolitik

Xydakis: Athen hat keine Angst vor einem Brexit

Griechenlands Außenminister Nikos Xydakis hofft, dass sich beim britischen Referendum die pro-europäischen Kräfte durchsetzen werden.

[European Council]

Es gibt keinen Grund für die Griechen, die Konsequenzen eines  Brexits zu fürchten., erklärt Griechenlands Außenminister, Nikos Xydakis, gegenüber EurActiv.

“Es gibt gar keinen Grund, sich davor zu fürchten. Dennoch machen wir uns Gedanken darüber, wie der Integrationsprozess zukünftig innerhalb in der EU aussehen wird,” so der Minister. Er hoffe, dass sich die pro-europäischen Kräfte durchsetzen werden.

Die griechische Regierung habe aber schon immer ein wachsames Auge auf die Sonderwünsche der Briten in Bereichen wie zum Beispiel der juristischen Zusammenarbeit gehabt, so Xydakis.

“Wir haben diese viel zu vielen Sonderregelungen schon immer stark kritisiert. Sie werden das (europäische) Zusammenwachsen und eine gemeinsame Vision empfindlich schwächen“,  so der Minister, der der linksgerichteten Syriza Partei angehört.

Auch, wenn Griechenland einen „großen Preis“ für den europäischen Integrationsprozess zahlen musste, so wird sich das Land dennoch für die weitere ökonomische und politische Einigung Europas einsetzen, erklärte Xydakis. Das wird „die EU für die Bürger – die einen einheitlichen Arbeitsmarkt und ein einheitliches Arbeitsrecht fordern – wesentlich attraktiver machen.“

EU-Abgeordneter: Pattsituation in der Flüchtlingskrise liefert Zündstoff für Brexit-Votum

Sollte die EU keine gemeinsame Lösung in der Flüchtlingskrise finden, werden noch mehr Briten im kommenden Referendum gegen die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens stimmen, betont ein griechischer EU-Abgeordneter der Syriza-Partei. EurActiv Griechenland berichtet.

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Gegen den Brexit 

“Ein Brexit würde die Briten und Iren spürbar „wirtschaftlich“ benachteiligen und die „Abspaltungstendenzen“ Schottlands unterstützen, argumentiert Xydakis und fügt hinzu, dass ein Brexit wie eine politische Explosion auf Europa wirken würde.

Europas Pylon im Atlantischen Ozean wird dann angeschlagen sein. Betrachtet man das historische Machtgefüge, dann ist ein Europa ohne Großbritannien ist unvorstellbar.“

Zur griechischen Haltung gegenüber dem britischen Referendum, bestätigt Xydakis, dass die griechische Regierung absolut dagegen ist.

Tusk und Juncker: Brexit ist eine Gefahr für die westliche Zivilisation

Ein Brexit-Votum könnte der Anfang vom Ende der EU und der westlichen politischen Zivilisation sein, warnt Ratspräsident Donald Tusk. EurActiv Brüssel berichtet.

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Juncker und Tusk “sind jetzt besorgt”

Inzwischen drückten der  Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk und sein Kollege bei der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erneut ihre Besorgnis über das britische Referendum aus.

Während eines kürzlichen Besuches in Athen soll Juncker sich über seine Ängste über die Abstimmung  und das „große Chaos“ auf den internationalen Märkten geäußert haben.

Die gleichen Quellen äußerten gegenüber EurActiv, dass Juncker unter Druck stehe, da aus Deutschland Druck und harte Kritik wegen seines kürzlichen Besuches in Moskau gebe.

EurActiv wurde mitgeteilt, dass die Gespräche über die britische Rats-Präsidentschaft  (Juli – Dezember 2017) bereits angelaufen sind, da man nicht auf ein Paradox zulaufen möchte, ein EU-Austrittsland für die 6-monatige Präsidentschaft zu haben.