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30/09/2016

Umfrage: Merkels Kurs sinkt

EU-Innenpolitik

Umfrage: Merkels Kurs sinkt

Harte Zeiten für Bundeskanzlerin Merkel: Die Union sinkt in einer Umfrage erheblich in der Wählergunst. Auch die Zuversicht der Deutschen in der Flüchtlingskrise schwindet. Etwa die Hälfte bezweifelt, dass das Land die Probleme in den Griff bekommen kann.

Wie eine nun veröffentlichte Erhebung von Infratest Dimap für die ARD ergab, müssen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte abgeben und kommen auf 37 Prozent. SPD und AfD verbessern sich demnach um je einen Punkt und kommen auf 25 Prozent beziehungsweise zehn Prozent. Damit liegt die AfD gleichauf mit den Grünen, die einen Punkt abgeben. Die Linkspartei kommt unverändert auf acht Prozent.

Der Umfrage zufolge bleibt die Bevölkerung in der Flüchtlingspolitik gespalten. Eine absolute Mehrheit von 51 Prozent bezweifelt, dass Deutschland die Probleme bewältigen kann. 44 Prozent stützen dagegen die Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel, die wiederholt betont hat: „Wir schaffen das.“ Die Zahl der Pessimisten ist damit etwas gestiegen: Im Oktober zählten sich laut ARD nur 48 Prozent zu den Skeptikern.

Die Bewertung der Flüchtlingspolitik spaltet die Deutschen. Wie der „DeutschlandTrend“ im ARD-Morgenmagazin zeigt, hat rund die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) Zweifel, dass Deutschland die Krise bewältigen kann. 44 Prozent stehen auch nach den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht weiter hinter der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Deutschland könne die Probleme lösen.

Der Anteil der zuversichltichen Bundesbürger ist damit in den vergangenen Monaten zurückgegangen: Im Oktober 2015 waren noch 49 Prozent der Bürger überzeugt, dass Deutschland die Flüchtlingskrise lösen wird, 48 Prozent waren damals skeptisch.