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05/12/2016

Umfrage: AfD bundesweit bei sieben Prozent

EU-Innenpolitik

Umfrage: AfD bundesweit bei sieben Prozent

AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry kann sich über einen Aufwärtstrend ihrer Partei in der Wählergunst freuen.

[Metropolico.org/Flickr]

Dank der Flüchtlingskrise legt die AfD bei jüngsten Wahl-Umfragen deutlich zu. Die CSU fällt hingegen zurück.

Inmitten der Flüchtlingskrise profitiert die AfD einer Umfrage zufolge weiter von der Flüchtlingsdebatte: Im Wahltrend von „Stern“ und RTL kann die AfD in der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte auf sieben Prozent zulegen.

Nach der vom Forsa-Institut vorgenommenen Umfrage verlieren CDU/CSU einen Punkt auf 39 Prozent, während die SPD um einen Punkt auf 25 Prozent zulegt. Linke und Grüne kommen demnach mit Verlusten von jeweils einem Punkt auf neun Prozent, die FDP bleibt unverändert bei fünf Prozent.

Laut Forsa-Chef Manfred Güllner verliert die CDU vor allem in Ostdeutschland an Unterstützung. Während sie in den alten Bundesländern im Vergleich zu ihren 41,5 Prozent bei der Bundestagswahl vor zwei Jahren in der Sonntagsfrage nur 1,6 Prozentpunkte eingebüßt habe, seien es in Ostdeutschland mit 3,5 Punkten mehr als das Doppelte. Die nur in Bayern antretende CSU verlor demnach sogar 5,3 Prozentpunkte.

„Die Attacken des Ministerpräsidenten Horst Seehofer gegen die Kanzlerin treiben Wähler am rechten Rand der CSU in hohem Maße der AfD zu, die sich im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 um 4,7 Punkte auf neun Prozent verbessern kann“, erklärte Güllner mit Blick auf die Lage in Bayern.

Bei der Kanzlerpräferenz rutschte Bundeskanzlerin Angela Merkel bundesweit auf ihren schlechtesten Wert des Jahres. Sie kam bei der Frage, wen die Deutschen bei einer Direktwahl als Bundeskanzler wählen würden, auf 47 Prozent und damit zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Dies liege vor allem am nachlassenden Rückhalt für Merkel in der CSU, hieß es. Der Wert von SPD-Chef Sigmar Gabriel stieg demnach um einen Punkt auf 15 Prozent.

Forsa befragte für die Umfrage vom 28. September bis 2. Oktober 2505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.