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29/09/2016

Rechtsterrorismus: Mutmaßliche Attentäter der „Gruppe Freital“ festgenommen

EU-Innenpolitik

Rechtsterrorismus: Mutmaßliche Attentäter der „Gruppe Freital“ festgenommen

Blick am 01.11.2015 auf eine Flüchtlingsunterkunft in Freital (Sachsen), vor dem eine Sprengladung explodiert ist.

Handout: Polizeidirektion Leipzig/dpa

Spezialeinheiten der Polizei haben in Sachsen fünf Rechtsextremisten festgenommen. Sie sollen Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Freital und Dresden verübt haben.

Den Rechtsextremisten werde vorgeworfen, gemeinsam mit drei weiteren Beschuldigten und anderen Gleichgesinnten die rechtsterroristische Vereinigung mit dem Namen „Gruppe Freital“ gegründet zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Das Ziel sei es gewesen, Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberunterkünfte sowie Wohnprojekte von politisch Andersdenkenden zu begehen. 200 Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei sowie der sächsischen Polizei sind laut Bundesanwaltschaft an den Untersuchungen mehrerer Wohnungen in Sachsen beteiligt, die am Vormittag noch andauerte.

Einer der Festgenommenen, Patric F., beging nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft in der Nacht zum 20. September vergangenen Jahres einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Freital. Die Bewohner blieben aber von den Glassplittern einer Fensterscheibe unverletzt.

In der Nacht zum 19. Oktober griffen den Ermittlungen zufolge sechs der Beschuldigten das Wohnprojekt „Mangelwirtschaft“ in Dresden an. Vom 31. Oktober auf den 1. November verübten wiederum sechs der mutmaßlichen Rechtsterroristen erneut einen Anschlag auf eine Asylunterkunft in Freital. Einer der Bewohner erlitt mehrere Schnittwunden im Gesicht. Die übrigen Bewohner konnten sich noch rechtzeitig im Flur der Unterkunft in Sicherheit bringen.