In Deutschland kommen deutlich weniger Flüchtlinge an

Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland ist in den vergangenen Tagen stark zurückgegangen.

Am Sonntag zählte die Bundespolizei nach Angaben eines Sprechers bundesweit 3.136 Einreisen, am Samstag 2.650. Von den 5.786 Flüchtlingen am Wochenende kamen 4.208 in Bayern an. Am Freitag waren nach diesen Angaben 3.426 Flüchtlinge in Deutschland angekommen. Dies waren etwa halb so viele Einreisen wie am Donnerstag mit 6561 Flüchtlingen, was schon die niedrigste Tageszahl im November war. Davor waren mehr als zwei Wochen lang fast jeden Tag zwischen 7.000 und 8.000 Menschen nach Deutschland eingereist. Bis zum 8. November waren es sogar noch über 8.000 gewesen.

Die Zahl von 10.000 Einreisen am Tag, die in den Sommermonaten keine Seltenheit war, wurde zuletzt am 5. November überschritten. In diesem Monat stellte die Bundespolizei damit schon 216.000 eingereiste Menschen fest.

Die Zahlen der Bundespolizei beruhen auf Kontrollen in Grenznähe. Einige der Migranten befinden sich lediglich auf Durchreise, etwa nach Skandinavien.

Ein Grund für die abnehmende Zahl an Neuankömmlingen könnten Barrieren für Flüchtlinge entlang der Balkanroute sein. So lässt etwa Slowenien seit rund zwei Wochen nur noch Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan passieren. Polizisten haben begonnen, an der Grenze einen Zaun zu errichten. Ein Grund für den Rückgang könnten auch die Witterungsbedingungen sein.