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30/09/2016

Hollande: Attentäter in französischer Kirche bekannten sich zum IS

EU-Innenpolitik

Hollande: Attentäter in französischer Kirche bekannten sich zum IS

Bei einer Geiselnahme in einer Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray wurden mehrere Menschen getötet.

Foto: Amnesty International

Bei einer Geiselnahme in einer Kirche in der Normandie ist ein Priester getötet worden. Die beiden Attentäter von Saint-Etienne-du-Rouvray haben sich nach Angaben des französischen Präsidenten zur Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) bekannt.

Frankreich, das einmal mehr auf die Probe gestellt werde, müsse den „Krieg“ gegen den IS mit allen Mitteln führen, sagte Francois Hollande am Ort des Attentats. Hollande war zusammen mit Innenminister Bernard Cazeneuve in die Normandie geflogen, wo am Morgen zwei Männer mit Messern in einen Gottesdienst gestürmt waren und den katholischen Priester töteten. Eine weitere Person wurde von den Attentätern schwer verletzt, bevor diese von der Polizei erschossen wurden.

Der getöteten Geisel, einem Priester, sei vermutlich die Kehle durchschnitten worden, hieß es in Polizeikreisen. Die für die Terrorismus-Bekämpfung zuständige Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Die mit Messern bewaffneten Männer hatten in Saint-Etienne-du-Rouvray fünf Menschen in ihre Gewalt gebracht – neben dem Priester zwei Nonnen und zwei Kirchgänger.