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28/09/2016

Europol im Anti-Terroreinsatz in griechischen Flüchtlingslagern

EU-Innenpolitik

Europol im Anti-Terroreinsatz in griechischen Flüchtlingslagern

Europol soll Flüchtlinge ausfindig machen, die sich radikalisieren könnten.

Foto: (c) dpa

Anti-Terror-Experten der europäischen Polizeibehörde Europol sollen in Flüchtlingslagern auf dem griechischen Festland potenzielle Attentäter aufspüren.

Das Team werde Ende August erwartet, verlautete am Samstag aus griechischen Polizeikreisen. Die Experten sollen Flüchtlinge ausfindig machen, die sich radikalisieren könnten.

Mehrere der Attentäter, die im November 2015 an den Anschlägen in Paris beteiligt waren, waren als angebliche Flüchtlinge über Griechenland nach Europa gelangt. Dies schürte die Angst, dass noch mehr Extremisten die Flüchtlingskrise nutzen könnten, um unerkannt nach Europa zu kommen.

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Laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“, die zuerst über die Entsendung der Europol-Experten berichtete, soll das Team aus rund 30 europäischen Polizisten bestehen, die am 20. August in Athen ankommen sollen. Sie sollen die Dutzenden Flüchtlingslager in Griechenland überprüfen, in denen mehr als 47.000 Menschen leben, die meisten von ihnen aus Syrien, Irak und Afghanistan.
Bislang hatten sich die Kontrollen durch Europol auf die sogenannten „Hotspots“ auf den Ägäis-Inseln vor der türkischen Küste konzentriert.

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