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03/12/2016

Eurogruppe will Weg für Griechenland-Hilfen ebnen

EU-Innenpolitik

Eurogruppe will Weg für Griechenland-Hilfen ebnen

Schuldenkrise und Sparpolitik bedrohnen einmal mehr das Land an der Ägäis.

[psyberartist/Flickr]

Die Euro-Finanzminister entscheiden heute über milliardenschwere Finanzhilfen für Griechenland.

Nach monatelangen Verhandlungen dürfte die Eurogruppe bei ihrem Treffen in Brüssel grünes Licht für die Gelder geben, nachdem das griechische Parlament mehrere Reformpakete und Sparmaßnahmen beschlossen hat. Die Tranche sollte eigentlich schon Ende vergangenen Jahres fließen und könnte wegen des mittlerweile höheren Finanzbedarfs Griechenlands bei rund zehn Milliarden Euro liegen. Zudem wollen die Euro-Länder den Streit über weitere Reformen mit der Regierung in Athen vor dem britischen EU-Referendum Ende Juni beilegen, um eine Krise wie im vergangenen Sommer zu vermeiden.

Als unwahrscheinlich gilt, dass sich die Euro-Finanzminister schon auf die umstrittenen Schuldenerleichterungen für Griechenland verständigen können. Die Ansichten darüber gehen vor allem zwischen den Euro-Geldgebern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auseinander. Der IWF will Erleichterungen schon jetzt festlegen und macht seine weitere Beteiligung am Hilfsprogramm von Zugeständnissen der Euro-Partner in dieser Frage abhängig. Dagegen will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am liebsten erst 2018 – also nach Ende des aktuellen Hilfsprogramms und nach der nächsten Bundestagswahl – Beschlüsse dazu fassen, sofern dies notwendig sein sollte.

 

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