EU will Drohnen ab 2019 regulieren

Auch in der Landwirtschaft ist die Technik des 21. Jahrhunderts angekommen. [Kletr/Shutterstock]

Die EU-Flugsicherheitsbehörde hat einen Vorschlag zur Regulierung von unbemannten Fluggeräten im bodennahen Luftraum ab dem Jahr 2019 eingereicht. Damit soll „ein starker und dynamischer EU-Drohnen-Dienstleistungsmarkt“ unterstützt werden.

Drohnen fliegen gewöhnlich auf einer Höhe von bis zu 150 Metern und können zum Sammeln von Daten aus der Luft, der Überprüfung von Infrastruktur oder als Unterstützung in der Landwirtschaft, im Transport und in der Logistik eingesetzt werden.

„Wir müssen als EU das Steuer in der Hand haben und dafür sorgen, dass ein sicherer Markt für Drohnendienste bis 2019 startklar ist. Die EU muss wegweisend sein und für diesen Markt geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit zentrale Wirtschaftssektoren von ihm profitieren können und er so expandieren kann“, sagte Verkehrskommissarin Violeta Bulc.

Der Entwurf, der von der öffentlich-privaten Single European Sky Air Traffic Management Research beigesteuert wurde, ist nicht bindend und dient lediglich als Basis für den Gesetzesvorschlag der Kommission. Mit ihm soll der sogenannte bodennahen Luftraum sicher, automatisiert und funktionsfähig werden. Darüber hinaus müssen alle Drohnen registriert und elektronisch identifizierbar sein. Außerdem soll ab 2019 mittels Geo-Fencing ihr Betrieb „räumlich eingegrenzt“ werden können.

In einer zweiten Phase soll der Drohnen-Luftverkehr den Regeln des sonstigen Flugverkehrs mit Fluggeräten angepasst werden: dann wären die Besitzer der Drohnen verpflichtet, vor Abflug eine Fluganfrage zu stellen und eine Starterlaubnis abzuwarten. Außerdem müssten die Geräte mit Aufnahmefunktionen und Infosystemen ausgestattet werden.

EU-Seeverkehrsbehörde will Flüchtlingsboote mit Drohnen aufspüren

Zivile Drohnen werden vor allem dafür gebraucht, Hotsports zu überwachen und ankommende Bootsflüchtlinge ausfindig zu machen, so der Direktor der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs. Euractiv Brüssel berichtet.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) werde mit EU-Mitgliedsstaaten sowie Industrievertretern zusammenarbeiten, um EU-weite Sicherheitsregeln für Drohnen zu erstellen, teilte die Kommission mit. Sie erwartet, dass das Europäische Parlament und die nationalen Regierungen ihren Vorschlag „in den kommenden Monaten“ annehmen.

Europäische Flugzeug- und Hubschrauber-Piloten sowie Fluglotsen hatten die Kommission bereits letztes Jahr dazu aufgerufen, schnellstmöglich ein EU-weites Flugsicherheitsgesetz für Drohnen zu implementieren. Man brauche Vorschriften darüber, wo und in welchen Höhen Drohnen benutzt werden dürfen.