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01/10/2016

Bundeswehr soll Flüchtlinge vorausbilden

EU-Innenpolitik

Bundeswehr soll Flüchtlinge vorausbilden

rsula von der Leyen hatte eine neue Idee: Die Bundeswehr soll Flüchtlinge fit für Berufsausbildung machen. Foto: Medien Bundeswehr/Flickr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die Bundesagentur für Arbeit testen eine neue Strategie, um junge Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt einzubinden.

„Wir fangen hier mit 50 syrischen Flüchtlingen an“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Inspektion des ersten Lehrgangs in der Ingolstädter Pionierkaserne. Die jungen Männer lernen an drei Standorten in Bayern Grundfähigkeiten im Holz- und Betonbau, Trennschweißen und Technik. Sie sollen damit sowohl für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert werden als für den Wiederaufbau in ihrer zerstörten Heimat. „Nach zwölf Wochen werden wir erst einmal Bilanz ziehen“, sagte von der Leyen.

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Die Bundesagentur hatte 100 Syrer mit guter Bleibeperspektive und fortgeschrittenem Integrationskurs ausgesucht. Die Hälfte trat am Montag den zwölfwöchigen Lehrgang an. „Es ist unser Beitrag, den wir zur Integration der syrischen Flüchtlinge leisten können“, sagte die Ministerin. „Alle wissen, was für eine Chance hier für sie schlummert.“ Mit einem Zertifikat der Bundeswehr könnten die Männer leichter in eine reguläre Ausbildung in Deutschland gelangen.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise verwies darauf, dass lediglich ein Zehntel der Flüchtlinge durch ihre Vorbildung schnell ausbildungsfähig sei. Die große Mehrheit brauche Sprach- und Berufsförderung. Damit könnten insgesamt bis zu 40 Prozent in Ausbildung gebracht werden, für den Rest blieben allenfalls Hilfstätigkeiten. Rund 70 Prozent der Flüchtlinge seien erwerbsfähig, davon die Hälfte unter 30 Jahre alt.

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Bislang beteiligen sich an der Bundeswehr-Vorausbildung nur Männer, die mit Hilfe eines Übersetzers in Ingolstadt etwa Trennschweißen und die Reparatur beschädigter Betondecken lernen. „Ich wünsche mir mehr junge Frauen, um die werden wir gezielt werben“, sagte die Ministerin. Für die seien etwa die Schulungen im medizinischen Bereich interessant.