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24/01/2017

AfD-Machtkampf: Lucke nennt „Weckruf“ doch zulässig

EU-Innenpolitik

AfD-Machtkampf: Lucke nennt „Weckruf“ doch zulässig

Im Machtkampf in der AfD gibt es eine neue Wende: Ein Eilentscheid gegen den von Parteichef Bernd Lucke gegründeten Weckruf 2015 wird aufgehoben. Lucke zeigte sich zufrieden.                 

Im Machtkampf in der AfD hat der Vorsitzende Bernd Lucke den Vorstoß seiner Gegner gegen den von ihm initiierten Verein „Weckruf 2015“ ausgekontert.

Das Bundesschiedsgericht nahm am Donnerstag den erst zwei Tage alten Auflösungsbeschluss gegen den „Weckruf“ zurück, teilte die AfD mit. „Damit ist die Verunsicherung beseitigt, die ein einzelner Richter des Bundesschiedsgerichts durch eine Eilmaßnahme ausgelöst hat, die jeder sachlichen Berechtigung entbehrte“, erklärte Lucke.

Lucke hat bei der Gründung des Vereins indirekt mit einer Abspaltung von der AfD gedroht, indem er dazu aufrief, Entscheidungen über die Zukunft des „Weckrufs“ erst nach dem nächsten Parteitag zu treffen. Der steht in knapp zwei Wochen in Essen an. Erwartet wird eine Kampfabstimmung zwischen Lucke und der Co-Vorsitzenden Frauke Petry um den Parteivorsitz. Petry steht für den nationalkonservativen, Lucke für den wirtschaftsliberalen Flügel in der Alternative für Deutschland (AfD).

Petry wertet den Weckruf als „Versuch einer Minderheit, die innerparteiliche Demokratie zu zerstören“.