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09/12/2016

AfD: Gauland verschreckt eigene Wähler mit Äußerung über Boateng

EU-Innenpolitik

AfD: Gauland verschreckt eigene Wähler mit Äußerung über Boateng

Der Partei-Vize der AfD, Alexander Gauland kann sich über das Abschneiden seiner Partei AfD in Mecklenburg-Vorpommern freuen.

Foto: dpa

AfD-Vize Alexander Gauland hat die eigenen Anhänger zeitweise verschreckt. Die umstrittene Äußerung über den deutschen Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng kam auch bei ihnen nicht gut an.

Die Zustimmung zu der Partei AfD sackte einer Forsa-Umfrage zufolge zu Beginn vergangener Woche um drei Prozentpunkte auf sieben Prozent ab, wie aus dem am heutigen Mittwoch veröffentlichten stern-RTL-Wahltrend hervorgeht. Danach seien die Werte für die Partei jedoch wieder gestiegen. Im Wochenschnitt kam die AfD auf einen Wert von zehn Prozent, das ist so viel wie in der Vorwoche. Gauland hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, „die Leute“ fänden den dunkelhäutigen Nationalspieler als Fußballer gut, aber sie wollten „einen Boateng“ nicht als Nachbarn.

Auf die Frage, ob sie tatsächlich etwas gegen „einen Boateng“ als Nachbarn hätten, antworteten 94 Prozent der Bundesbürger allerdings mit „nein“, nur drei Prozent mit „ja“. Besonders beliebt ist Boateng in Ostdeutschland, wo ihn sogar 97 Prozent gern als Nachbarn hätten. Auch die AfD-Wähler mögen den Fußballer der Umfrage zufolge: Von ihnen hätten immerhin 88 Prozent nichts gegen ihn in der Nachbarschaft.

Die Union aus CDU und CSU verharrte in der Umfrage bei 34 Prozent, die SPD bei 21 Prozent und die Grünen bei 13 Prozent. Die Linke legte einen Zähler auf zehn Prozent zu. Auch die FDP kann einen Punkt zulegen auf nun sieben Prozent. Bei der Kanzlerpräferenz verliert Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt auf 45 Prozent, während Sigmar Gabriels Wert unverändert bei 15 Prozent bleibt.