EurActiv.de

Das führende Medium zur Europapolitik

27/08/2016

40 Prozent der Deutschen für Rücktritt von Angela Merkel

EU-Innenpolitik

40 Prozent der Deutschen für Rücktritt von Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel

[ Initiative D21/Flickr]

Der Rückhalt der Bevölkerung für die Bundeskanzlerin erreicht einen Niedrigrekord. Vor allem der andauernde interne Streit um den Umgang mit der Flüchtlingskrise kostet Angela Merkel und ihre Partei zunehmend potenzielle Wähler.

Einem Magazin zufolge fordern 39,9 Prozent der Deutschen angesichts der Flüchtlingskrise den Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

45,2 Prozent seien dagegen der Meinung, die Flüchtlingspolitik biete keinen Anlass dafür, berichtete das Magazin “Focus”unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts. Knapp 15 Prozent lehnten demnach eine Festlegung ab. Besonders kritisch seien die Anhänger der AfD, bei denen fast zwei von drei Befragten einen Rücktritt Merkels forderten. Bei den Linken seien es 45,4 Prozent, bei der FDP 44 Prozent, bei der SPD 41,3 Prozent. Am stärksten sei der Rückhalt der Kanzlerin bei den Anhängern der Grünen mit gut 30 Prozent und bei den Unionsanhängern mit 26,6 Prozent.

In dem am Mittwoch veröffentlichten aktuellen Wahltrend von Stern und RTL sackten CDU/CSU um einen weiteren Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche auf 36 Prozent ab. Dagegen legte die SPD um einen Punkt auf 24 Prozent zu. Die rechtspopulistische AfD konnte nicht weiter zulegen und verharrte nach den vom Forsa-Institut ermittelten Umfragezahlen bei zehn Prozent. Diese Marke erreichen gleichfalls unverändert die Grünen. Auch für die Linken sprachen sich zehn Prozent der Befragten aus – ein Punkt mehr als vor einer Woche. Die FDP kam unverändert auf fünf Prozent.

Die Ergebnisse bestätigen einen Abwärtstrend in der Beliebtheit für die Kanzlerin und ihre Parte. In einer vor gut einer Woche veröffentlichten Umfrage büßte die Union bereits kräftig ein In dem Insa-Meinungstrend verloren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche 2,5 Prozentpunkte auf 32,5 Prozent, und sanken damit auf ein Allzeittief in der Insa-Umfrage, die seit 2012 durchgeführt wird.

Dagegen gewannen SPD, AfD und FDP hinzu. Die SPD legt einen Punkt auf 22,5 Prozent zu, die rechtspopulistische AfD ebenfalls um einen Punkt auf 12,5 Prozent und die FDP um 0,5 Punkte auf 6,5 Prozent. Die Linke bleibt bei zehn Prozent, die Grünen verlieren 0,5 Punkte und liegen bei 9,5 Prozent.