USA und Südkorea starten Militärmanöver

Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nehmen zu. [fljckr/Flickr]

Mitten im aufgeheizten Streit über das Atomprogramm Nordkoreas haben die beiden Verbündeten USA und Südkorea am Montag ein zehntägiges Militärmanöver begonnen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In sagte vor Kabinettsmitgliedern, dass die Übung ausschließlich defensiv sei und nicht zum Ziel habe, die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu verschärfen. An den kommunistischen Nachbarn gerichtet erklärte Moon: „Nordkorea sollte weder unsere Anstrengungen überstrapazieren, den Frieden zu wahren, noch sollte es zu Provokationen greifen, die die Situation verschlimmern, und dafür das Manöver als Entschuldigung anführen.“ Nordkorea betrachtet die regelmäßigen Militärübungen der USA und Südkoreas als Bedrohung.

Nordkoreas Verbündeter China appellierte an beide Seiten, mehr für eine Entspannung zu tun. „Unserer Einschätzung nach erleichtert das Manöver nicht den Abbau der Spannungen oder die Bemühungen um gemeinsame Gespräche“, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying.

An der Übung nehmen rund 17.500 US-Soldaten teil und damit etwa 7500 weniger als noch im vergangenen Jahr. Unter anderem soll das Manöver mit dem Namen „Ulchi Freedom Guardian“ dazu dienen, sich auf einen Angriff durch das atomar bewaffnete Nordkorea vorzubereiten.

Die nordkoreanische Staatszeitung Rodong Sinmun bezeichnete das Manöver als „Ausdruck der Feindseiligkeit“. Niemand wille, ob die Übung nicht in Kampfhandlungen münde.

Kritik an dem Manöver kommt auch von der Linkspartei. „Die Militärmanöver sind eine weitere Provokation von US-Präsident Trump im Nordkorea-Konflikt. Angesichts der bereits äußerst angespannten Lage sind diese Manöver brandgefährlich“, sagte Heike Hänsel, die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion. Hänsel weiter: „Wir brauchen kein neues Säbelrasseln sondern politische Initiativen der Deeskalation auf der koreanischen Halbinsel. Dies gilt für die USA und Nordkorea gleichermaßen.