Rumänische Polizisten schießt auf Autos mit Flüchtlingen – Drei Verletzte

Geflüchtete versuchten nicht nur über das Mittelmeer, sondern auch über die sogenannte Balkan-Route nach Westeuropa zu kommen. Die ungarische Regierung errichtete Zäune, andere Länder führten Grenzkontrollen ein, um die Menschen an der Einreise zu hindern. [Martin Leveneur], CC BY-ND 2.0]

Rumänische Polizisten haben an der Grenze zu Serbien das Feuer auf zwei mit Flüchtlingen besetzte Autos eröffnet. Die Fahrer der beiden Wagen hätten versucht, die Absperrung in Denta zu durchbrechen, teilte die rumänische Polizei mit.

Die Beamten gaben demnach erst Warnschüsse in die Luft ab und schossen dann in die Reifen, um die Fahrzeuge zu stoppen. Zwei Insassen seien durch Querschläger leicht verletzt worden. Auch ein Polizist habe Verletzungen erlitten. In den Autos saßen zwölf Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan. Ihr mutmaßlicher Schlepper, ein Mann aus Serbien, wurde festgenommen.

Seit Ungarn seine Grenze zu Serbien im Jahr 2015 mit Stacheldraht sicherte, ist Rumänien zu einem Transitland für Menschen geworden, die nach Westeuropa fliehen wollen. Hunderte Flüchtlinge wurden seit Jahresbeginn bereits an der Grenze zu Serbien und Bulgarien abgefangen. Das EU-Land befürchtet außerdem, dass eine neue Flüchtlingsroute über das Schwarze Meer entstehen könnte. Im August wurden im Schwarzen Meer vor der Küste Rumäniens zwei Boote mit insgesamt mehr als 130 Flüchtlingen an Bord gestoppt.