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26/09/2016

Rotes Kreuz befürchtet Millionen neue Flüchtlinge im Irak

EU-Außenpolitik

Rotes Kreuz befürchtet Millionen neue Flüchtlinge im Irak

Der sogenannte Islamische Staat ist für die erwartete Flüchtlingswelle verantwortlich.

Foto: Day Donaldson/Flickr

Das Rote Kreuz befürchtet eine neue Flüchtlingswelle im Irak.

Angesichts der zu erwartenden Schlacht um die Stadt Mossul könnten sich in den kommenden Monaten bis zu eine Million Menschen gezwungen sehen, ihre Heimatorte zu verlassen, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf. Die irakische Armee bereitet eine Offensive zur Befreiung Mossuls von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor. Es ist die letzte irakische Großstadt, die sich noch in den Händen des IS befindet.

„Die Lage ist unvorhersehbar, wir müssen uns aber auf das Schlimmste vorbereiten“, sage Robert Mardini, IKRK-Direktor für den Nahen Osten nach seiner Rückkehr aus dem Irak. Es sei wahrscheinlich, dass die Kämpfe im Gebiet Mossul intensiver würden. „Hunderttausende Menschen könnten sich in den kommenden Wochen und Monaten auf den Weg machen und Unterkunft sowie Hilfe benötigen.“