Prag steht hinter Trumps Flüchtlingspolitik

Tschechiens Präsident Milos Zeman. [Foto: dpa]

Der tschechische Staatschef Milos Zeman hat die neuen Abschottungs-Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump in der Flüchtlingspolitik begrüßt.

„Trump schützt sein Land, er sorgt sich um die Sicherheit seines Landes“, schrieb Zemans Sprecher Jiri Ovcacek am Samstag im Internetdienst Twitter. Auch in Tschechien habe die Sicherheit der eigenen Bürger Vorrang.

Flüchtlinge in Tschechien: Zwischen Fremdenhass und Integration

Von Syrien in ein europäisches Integrationszentrum und dann in die neue Heimat Prag, so könnte der Weg eines Flüchtlings aussehen. Doch für viele Asylsuchende ist Tschechien ein Land mit Schattenseiten. EURACTIV Tschechien berichtet.

„Jetzt haben wir Verbündete in den USA“, fügte der Sprecher hinzu. Zeman hatte Trump im vergangenen Jahr im US-Präsidentschaftswahlkampf unterstützt. Er ist seit langem ein Kritiker der Einwanderung aus muslimischen Ländern. In der Vergangenheit sprach er von einer „organisierten Invasion“ und sagte, es sei „unmöglich, Muslime zu integrieren“.

Trumps nächster Streich: Einreiseverbot für Muslime

Nachdem US-Präsident Donald Trump einen Erlass zum Bau einer Grenzmauer zu Mexiko auf den Weg gebracht hat, soll jetzt das angekündigte Einwanderungsverbot für Muslime her.

Trump hatte am Freitag die Einreise von Flüchtlingen und Migranten in die Vereinigten Staaten massiv eingeschränkt. Ein von ihm unterzeichneter Erlass mit dem Titel „Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen in die Vereinigten Staaten“ untersagt die Visa-Vergabe an Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern für 90 Tage. Das bisherige
Flüchtlingsprogramm der USA wird für 120 Tage ausgesetzt, syrische Flüchtlinge dürfen vorerst gar nicht mehr einreisen.