Portugals Ex-Premier Guterres wird neuer UN-Generalsekretär

António Guterres tritt ab 1. Januar 2017 in Ban Ki-moons Fußstapfen als UN-Generalsekretär. [Cancillería del Ecuador CC BY-SA 2.0/Flickr]

Der ehemalige portugiesische Premierminister António Guterres wird Ban Ki-moons Nachfolger. Mit 13 Für-Stimmen wählte ihn der Sicherheitsrat zum neuen UN-Generalsekretär. EURACTIV Brüssel berichtet.

Doch kein Osteuropäer, doch keine Frau. Guterres Sieg kam überraschend, obwohl er in allen vorigen Abstimmungsrunden Platz eins belegte.

Es war die erste Abstimmungsrunde für die bulgarische Vize-Kommissionspräsidentin Kristalina Georgieva gewesen, die mit der Unterstützung der Europäischen Volkspartei (EVP) und Bundeskanzlerin Angela Merkels Zuspruch verspätet ins Rennen startete. Ihre Ergebnisse blieben jedoch weit hinter den Erwartungen zurück: Mit fünf Für-Stimmen, acht Gegen-Stimmen (zwei von ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats, P5) und zwei Enthaltungen landete sie nur auf Platz sieben.

Für Georgieva ist der Ausgang sicherlich eine herbe Enttäuschung. Eine besondere Demütigung sind die Ergebnisse jedoch für den bulgarischen Premierminister Bojko Borissow, der ihr zugunsten die UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova fallen ließ. Letztere schnitt von allen Frauen mit Rang vier am besten ab. Sie erhielt sieben Für-Stimmen, sieben Gegenstimmen (zwei von den P5) und eine Enthaltung.

Zweiter wurde angeblich der slowakische Außenminister Miroslav Lajčák mit sieben Für-Stimmen, sechs Gegen-Stimmen (zwei von den P5) und zwei Enthaltungen. Auf dem dritten Platz landete Vuk Jeremić aus Serbien. Er erntete sieben Für-Stimmen, sechs Gegen-Stimmen (drei von den P5) und ebenfalls zwei Enthaltungen.

Neuseelands Helen Clark wurde Fünfte, gefolgt von der Argentinierin Susana Malcorra, Georgieva, dem Slowenen Danilo Türk, Srgjan Kerim aus Mazedonien und Natalia Gherman aus Moldavien.

Reuters sieht Bokova mit ihrem Ergebnis auf Platz zwei und Georgieva auf Platz neun.