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25/09/2016

Küstenwache rettet vor Sizilien rund 800 Flüchtlinge

EU-Außenpolitik

Küstenwache rettet vor Sizilien rund 800 Flüchtlinge

Die italienische Küstenwache hat erneut Hunderte Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Foto: dpa

Die italienische Küstenwache hat am Donnerstag rund 800 Flüchtlinge gerettet. Dass wieder eine so große Zahl von Syrern über das Mittelmeer nach Italien kommt , ist eine neue Entwicklung.

Die Italienische Küstenwache hat vor Sizilien mehr als 800 Flüchtlinge aufgegriffen. Die überwiegend aus Syrien stammenden Menschen seien auf zwei Schiffe verteilt gewesen und vor Sizilien aufgegriffen worden, teilte ein Sprecher mit.

Unter insgesamt 342 Flüchtlingen, die von dem italienischen Patrouillenboot „Nave Peluso“ gerettet wurden, waren mindestens 150 Syrer und mehr als 40 Iraker, wie die für Südeuropa zuständige Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks, Carlotta Sami, im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte. Dass wieder eine so große Zahl von Syrern über das Mittelmeer nach Italien komme, sei eine „neue“ Entwicklung, sagte der Sprecher der
Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo.

Dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zufolge haben seit einem Jahr nicht mehr so viele Menschen aus Syrien und dem Irak gemeinsam die Überfahrt nach Europa gewagt. Die Boote seien vermutlich in Ägypten gestartet.

Oft ist Libyen der Ausgangspunkt für die Flucht über das Mittelmeer nach Italien, das laut UNHCR im April mehr als 9000 Ankömmlinge zählte – gut zweieinhalb mal so viele wie Griechenland. Seit der Vereinbarung der Europäischen Union (EU) mit der Türkei, Flüchtlinge aus dem benachbarten Griechenland zurückzunehmen, scheint das EU-Land nicht mehr Hauptziel der Migranten zu sein. Hinzu kommt, dass es an der sogenannten Balkanroute schärfere Grenzkontrollen gibt. Die meisten Flüchtlinge, die über diesen Weg nach Europa kamen, wollten nach Deutschland.