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26/09/2016

Italien rettet rund 6500 Flüchtlinge vor der Küste Libyens

EU-Außenpolitik

Italien rettet rund 6500 Flüchtlinge vor der Küste Libyens

Flüchtlinge vor der italienischen Mittlemeer-Insel Lampedusa. Foto: dpa

Die italienische Küstenwache hat etwa 6500 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer in Sicherheit gebracht. Sie machen nur einen Bruchteil der mehr als 100.000 Menschen aus, die dieses Jahr bereits mit dem Boot nach Italien geflüchtet sind.

Die Migranten seien am Montag bei 40 verschiedenen Rettungseinsätzen vor der Küste Libyens aufgegriffen worden, teilte die Küstenwache via Twitter mit. Viele der Migranten seien in Schlauchbooten unterwegs gewesen, die untauglich für die Fahrt auf hoher See gewesen seien.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr schon rund 105.000 Menschen mit dem Boot nach Italien geflüchtet, viele von ihnen brachen in Libyen auf. Mehr als 2700 Migranten kamen bei der Überfahrt in zumeist überfüllten Booten ums Leben.

Hilfsorganisationen zufolge ist der Seeweg zwischen Libyen und Italien inzwischen zur wichtigsten Route für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa geworden. Wegen der günstigen Wetterlage dürften in dieser Woche noch viele Migranten die gefährliche Überfahrt wagen.